Vakuumpumpen von Busch in der Arktis

Im russischen Murmansk wurde jetzt der stärkste Eisbrecher der Welt offiziell in Betrieb genommen. Die “Arktika“ war auf ihrer Jungfernfahrt zu Testzwecken am Nordpol und brach dort Eis mit einer Stärke von bis zu drei Metern. Interessant an diesem modernen Eisbrecher ist, dass an Bord eine Vakuumpumpe von Busch Vacuum Solutions anfallendes Schmutz- und Kondenswasser über ein Vakuumsystem absaugt.

 

Die „Arktika“ ist das neueste Schiff einer ganzen Flotte von nuklear-turboelektrisch angetriebenen Eisbrechern. Sie werden in der Arktis eingesetzt, um die Nordostpassage für Schiffe aus dem asiatisch-pazifischen Raum ganzjährig eisfrei zu halten. Diese Passage über die Arktis ist wesentlich kürzer als die bislang übliche Route nach Europa. Letztere führt über Indonesien, vorbei an Indien, durch den Golf von Persien und den Suezkanal ins Mittelmeer. Die Nordostpassage reduziert die Transportzeiten der Handelsschiffe zwischen Europa und Asien wesentlich. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit und nicht zuletzt auch auf die Umwelt aus.

 

Der neue Eisbrecher ist 173 Meter lang und 43 Meter breit. Das Schiff kann sein Gewicht und damit seinen Tiefgang durch Ballastwasser variieren, um je nach Eisdicke oder Wassertiefe agieren zu können. So kann es zwischen 25.000 und 34.000 Tonnen Eigengewicht aufbringen und den Tiefgang soweit verringern, dass es auch in Flussmündungen oder flache Fjorde einfahren kann. Weitere Eisbrecher dieser Klasse sind bereits in St. Petersburg in Bau. Auch sie werden mit Vakuumtechnik von Busch ausgestattet. Die „Arktika“ ist Ende September zur ersten Testfahrt aufgebrochen und hat am 3. Oktober 2020 den Nordpol erreicht. Inzwischen liegt das Schiff in seinem neuen Heimathafen in Murmansk, von wo aus es künftig zu seinen Einsatzfahrten starten soll. Murmansk liegt oberhalb des Polarkreises am Arktischen Ozean.

 

Die Vakuumpumpe wird dazu verwendet, um Wasser, das sich durch Kondensation oder durch Undichtheiten im Kühlwassersystem im Schiff ansammelt über ein Absaugsystem zu entfernen. Der direkte Kontakt zur Werft in St. Petersburg erfolgt über die eigene russische Firma von Busch in Moskau. Gebaut werden die Vakuumpumpen in Maulburg.

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